Bruno Hasenkind - Flyer
hasenkind-flyer-ohneDaten-druck.pdf
Adobe Acrobat Dokument 3.3 MB

 

Bruno Hasenkind

Premiere im Theater PurPur Zürich, den 24. Februar 2018

 Einmal mehr greift Bruno alias Jörg Bohn ein Thema auf, das von seinem jungen Publikum verstanden wird: Ein Hasenkind sucht seinen Vater, der immer sagt, er hätte keine Zeit.

Damit ist die dramatische Ausgangslage nicht nur für die Kinder ab vier Jahren angerichtet. Denn Bruno amtet diesmal als Schulhauswart. Genau, und bei sechs Klassen und einem Kindergarten gibt das viel zu tun. Deshalb führt er auch ein Buch, in dem seine zahlreichen Aufgaben notiert sind. Als er bei den Fundsachen den Stoffhasen Fritz findet, gerät seine Routine tüchtig durcheinander. Er möchte nämlich – anders als der Vater des Hasenkinds – nicht keine Zeit haben. Das sieht man ihm deutlich an.

So probiert Bruno seinen strengen Arbeitsplan und die Suche nach dem Hasenpapa unter einen Hut zu bringen, was natürlich beinahe schief geht. Denn und genau jetzt, wenn es darauf ankäme, ist nicht nur die Schulglocke keineswegs so in Ordnung, so „i.O.“ wie sonst. Im Dialog zwischen Mensch und Stoffhasen entwickelt, verhandelt, spielt und erlebt Jörg Bohn auf meisterhafte Weise Dilemma und Beziehung. Hasenkind und Hauswart kommen sich wirklich näher, obwohl sie immer wieder von Herrn Ramseier gestört werden. Er ist Brunos Chef und ruft von Zeit zu Zeit an, um sich nach dem Stand der Arbeiten zu erkundigen. Vor allem aber möchte er gerne wissen, wann und ob Bruno die Turnhalle fegen geht und dabei die CD abspielt.

Geschichte und Dialoge von Bruno Hasenkind sind eingebetet in eine wahre Flut aufregender Requisiten. Da gibt es nicht nur alle möglichen und unmöglichen Fundgegenstände, über die man sich getrost wundern darf. Kleine und grosse Zuschauer kommen auch in den Genuss einer Vorführung von Brunos Besenschuhen, mit denen jeweils die Turnhalle besenrein gefegt wird. Prunkstück aber ist der multifunktionale RRT 62, der „Radio Recorder Toaster“ Baujahr 1962.

Das junge Publikum verfolgte gebannt die Ereignisse auf der Bühne. Die Kinder regten sich nur, wenn sie etwa gefragt wurden, ob sie auch schon einmal etwas in der Schule verloren hätten, einen einzelnen Stiefel oder so. Und die Erwachsenen verliessen die Vorstellung mit der Gewissheit, dass die Zeit mit Kindern einfach wichtig ist.

Stefan Sip